Ratgeber

Grundstueckgewinnsteuer: So berechnen Sie Ihre Steuerlast beim Verkauf

19. April 2026 · 7 Min. Lesezeit · Beherzig Real Estate

480 Personen suchen monatlich nach "Grundstueckgewinnsteuer". Wer eine Immobilie in der Schweiz verkauft, muss auf den Gewinn Steuern zahlen. Wie hoch diese ausfallen, haengt vom Kanton, der Besitzdauer und dem erzielten Gewinn ab.

Was ist die Grundstueckgewinnsteuer?

Die Grundstueckgewinnsteuer (GGSt) besteuert den Gewinn aus dem Verkauf einer Immobilie. Der Gewinn berechnet sich aus der Differenz zwischen Verkaufspreis und den Anlagekosten (Kaufpreis + wertvermehrende Investitionen + Kaufnebenkosten).

Grundstueckgewinn = Verkaufspreis - Kaufpreis - wertvermehrende Investitionen - Kaufnebenkosten

Besitzdauer: Der wichtigste Faktor

Je laenger Sie die Immobilie besitzen, desto weniger Steuern zahlen Sie. Die meisten Kantone gewaehren einen progressiven Besitzdauer-Rabatt:

Rechenbeispiel

Kaufpreis 2010: CHF 1'200'000
Renovierung 2018: CHF 150'000
Verkaufspreis 2026: CHF 1'800'000

Anlagekosten: CHF 1'350'000 + CHF 40'000 (Kaufnebenkosten) = CHF 1'390'000
Grundstueckgewinn: CHF 1'800'000 - CHF 1'390'000 = CHF 410'000
Besitzdauer: 16 Jahre (Rabatt ca. 30%)
Steuerbarer Gewinn: CHF 410'000 x 0.70 = CHF 287'000
Steuersatz (kantonal, z.B. ZH): ca. 20% = CHF 57'400 Steuer

Steuer-Optimierung: 5 legale Wege

  1. Laenger halten: Der Besitzdauer-Rabatt ist der groesste Hebel. 5 Jahre mehr Besitz kann 15-20% Steuer sparen.
  2. Wertvermehrende Investitionen dokumentieren: Jede Renovation die den Wert steigert (neue Kueche, Bad, Heizung) reduziert den steuerbaren Gewinn. Belege aufbewahren!
  3. Ersatzbeschaffung: Kaufen Sie innerhalb von 2 Jahren eine gleichwertige Immobilie, kann die Steuer aufgeschoben werden.
  4. Kaufnebenkosten abziehen: Maklercourtage, Notarkosten, Grundbuchgebuehren sind abzugsfaehig.
  5. Steuerberater konsultieren: Bei Premium-Objekten kann professionelle Beratung tausende Franken sparen.

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Wir beruecksichtigen die steuerlichen Aspekte bei jedem Verkaufsmandat und arbeiten mit erfahrenen Steuerberatern zusammen.

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Allgemeine Informationen, keine Steuerberatung. Kantonale Unterschiede beachten. Stand April 2026.

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